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Eulenpost(s)

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Dienstag, 9. Dezember 2014

[Montagsfrage] Leseziele 2014

Die Montagsfrage von Nina hat schon einige nachdenkliche Stimmen hervorgerufen. Auch ich möchte meinen Senf dazu abgeben, in der Hoffnung, dass sie euch interessiert.

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Habt ihr eure Leseziele für 2014 erreicht?

In mir regte sich ein dumpfer Verdacht, als ich diese Frage las. Ich schaute in den Jahresrückblick von 2013 nach. Letztes Jahr las ich 49 Bücher. Damit liege ich schätzungsweise weit unter dem Durchschnitt eines Buchbloggers. Es waren zudem schon da drei weniger als noch in 2012. Und ich denke, dieses Jahr wird noch “schlechter”.
Anders als vermutet, schrieb ich 2013 nicht, dass ich diese Zahl auch 2014 erreicht möchte. Denn was ich die letzten zwei Jahre gelernt habe (ausführlicher möchte ich euch davon im Januar berichten), dann das: Es ist das Leben, das passiert.

Ich bin ein pragmatischer Mensch, der immer einen Plan braucht. Nicht, um ihn gegen jeden Widerstand durchzuziehen, sondern um ein Ziel zu haben. Sich treiben lassen oder nicht zu wissen, was ich mir zumindest für die nächsten Monate wünsche, wo ich hin wollen würde… das macht mich unruhig. Das Leben, mein Leben, hat mir mehr als einmal gezeigt, dass ich meine Pläne überarbeiten muss. Immer und immer wieder. Und dennoch mache ich das, denn nur so kann ich mir sicher sein, den für mich richtigen Weg zu gehen. Indem ich mir über meine Wünsche und Pläne immer wieder bewusst werde.

Beim Bloggen ist das ein bisschen anders. Ich mag meinen Blog, ich kommuniziere gerne mit euch und schreibe euch meine Gedanken. Ich habe nie Pläne geschmiedet, den Blog zu meinem Beruf zu machen. Oder ihn größer werden zu lassen, als er es von alleine wird. Mit meinem Blog lasse ich mich treiben. Das gilt auch fürs Lesen.
Challenges, Leselisten (wann ich was lese und am besten noch in welcher Reihenfolge) und Bestsellerlisten (wenn ich die Bücher lese, hätte ich mit Sicherheit vielmehr Leser) lassen mich mittlerweile ziemlich unberührt. Ich habe mal bei einer ABC-Challenge mitgemacht und ich hatte mal so eine Art Coming soon auf meinem Blog, womit ich euch ankündigen wollte, welche Rezensionen ihr demnächst erwarten dürft.

Aber lesen ist wie atmen. Es geschieht von ganz alleine. Und manchmal stockt der Atem, bis man wieder tief Luft holt. Und – ich wiederhole mich – es ist das Leben, das passiert. Beides zusammengenommen heißt für mich: manchmal atme ich ruhig und gleichmäßig, lese ein Buch nach dem anderen, manchmal keuche ich wie bei einem Marathon, da verschlinge ich die Bücher, und manchmal halte ich die Luft an, weil das Leben so schnell ist, dass ich kaum nachkomme – da lese ich dann nichts mehr.
Lesen ist Ausgleich, Entspannung, Entfliehen. Für mich. Schon seit ich lesen kann. Daher tut es mir zwar immer wieder leid, wenn ich euch so lange auf eine Rezension warten lassen muss, aber ich werde mich ehrlich gesagt auch nicht vom Atmen abbringen lassen. Ich hoffe, ihr versteht das.

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Mittwoch, 19. November 2014

[Montagsfrage] Bösewichte, die wir lieben

Eine interessante Frage erreichte uns alle diese Woche von Nina als Montagsfrage. Mal sehen, ob ich eine Antwort darauf finde.

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Wer ist euer liebster Antiheld/Bösewicht?

Eine paradoxe Frage, weil man böse Menschen/Wesen ja eigentlich nicht mögen kann oder sollte. Spontan ist mir jedoch Professor Snape aus Harry Potter eingefallen. Ich gebe zu, Alan Rickman hat eine große Portion meiner Sympathie abbekommen und die Rolle für absolut perfekt verkörpert. Wer die Filme allerdings nicht kenne, und das behaupte ich jetzt einfach mal, der wir Snape jedoch auch spätestens ab Band 6 mögen. Da verkehrt er sich vom Bösewicht zum Antiheld. Denn in der Literaturwissenschaft ist ein Antiheld, einer, der durch seine Schwäche sympathisch wird – ein Held durch seine Stärke. Da passt Snape wie Faust aufs Auge, die Kenner werden es verstehen.

Echte Bösewichte fallen mir nicht ein, die ich sympathisch gefunden hätte. Vermutlich würde ich dann auch an meiner Empfindungsfähigkeit zweifeln.

Wie sieht das bei euch aus?

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Dienstag, 4. November 2014

[Montagsfrage] Nein, ich will nicht lesen!

Nina hat diese Woche eine sehr spezielle Frage gestellt. Mal sehen, ob ich darauf eine Antwort weiß.

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Habt ihr euch schon mal vor einem Buch gedrückt, obwohl ihr es eigentlich lesen wolltet?

Ganz spontan fiel mir die Antwort ein: Ja, wenn ich mich riesig auf das Buch gefreut habe. Dann will ich den Moment hinauszögern, das Buch zu beginnen, weil dann die Vorfreude weg ist und das Buch auch irgendwann zu Ende. Bei Die Seiten der Welt von Kai Meyer war es zum Beispiel so.

Dass ich ein Buch aufgrund eher negativen Gefühlen nicht anfangen wollte, daran kann ich mich jetzt nicht erinnern. Zumindest nicht, wenn es ein Buch sein sollte, dass ich eigentlich lesen will. Im Studium gab es genug Bücher, die ich lesen sollte, aber irgendwie nicht so ganz wollte und daher spät oder gar nie damit angefangen hab.

Wie würdet ihr die Frage beantworten?

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Dienstag, 28. Oktober 2014

[Montagsfrage] Namen aus Romanen

Nina hat eine wirklich schöne Frage gestellt, bei der ich ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern kann. Dann mal los!

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Habt ihr euch schon einmal den Namen einer Romanfigur geliehen?

Es gibt viele schöne Namen in Romanen. Wenn sie aber zu speziell sind oder das Buch zu bekannt, dann würde ich persönlich mein Kind niemals nach einer Romanfigur benennen. Das wäre echt nicht nett.

Aber… kennt ihr diese kleinen blauen Taschen von Ikea? Die mit dem gelben Band oben dran? Meine heißt George. Nach George Weasley. Ihr dürft gerne lachen, ich finde es ja selbst mittlerweile seltsam. Ich weiß auch nicht mehr genau, wie es dazu kam. Es war in jedem Fall als Ikea die Taschen neu hatte (vorher gab es nur diese riesig großen) und meine beste Freundin und ich waren total im Harry-Potter-Fieber. Da wir beide dann eine kleine blaue Tasche hatten, mussten wir die zwei ja irgendwie auseinanderhalten…logisch, dass man ihnen dann Namen gibt, oder? Und soll ich noch erwähnen, dass wir damals Mitte 20 waren?

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Dienstag, 21. Oktober 2014

[Montagsfrage] Romanverfilmungen

Nina hat mal wieder eine schöne Frage gestellt, die ich auch beantworten kann. Dann mal los!
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Welche Romanverfilmungen haben Dir in der letzten Zeit
besonders gut gefallen?

Momentan kommen gerade im Jugendbereich ja immer mehr Romanverfilmungen heraus. Ich finde das grundsätzlich sehr gut. Schließlich ist das der Ursprung des Spielfilms und warum etwas selbst schreiben, wenn es eine gute Vorlage gibt?

Da ich derzeit sehr wenig ins Kino gehe, muss ich weit zurückgreifen.Mir gefallen nach wie vor besonders gut, die Verfilmungen von Die Tribute von Panem. Denn dort, wo die Bücher für mich schwächeln, setzen die Filme an, und damit wird beides zusammen ein gelungenes Gesamtkunstwerk. Abgesehen davon mag ich Jennifer Lawrence wirklich sehr gerne.

Bei vielen anderen Verfilmungen, die ich gesehen habe, kann ich nicht beurteilen, ob sie mir im Vergleich zum Buch gefallen. Rubinrot oder Life of Pi zum Beispiel habe ich gesehen, aber nie gelesen. Andererseits finde ich sowieso, dass ein Vergleich nur in sehr begrenztem Maße möglich ist.

Aber schon merkwürdig, dass ich unter dem Claim “Besonders gut”, nur ein Beispiel nennen kann. Die anderen (Divergent, Chroniken der Unterwelt, Kleine Schiffe) sind nicht schlecht, bieten mal mehr oder weniger gute Unterhaltung, aber sie sind eben nicht besonders gut.

Demnächst möchte ich noch Maze Runner sehen, obwohl ich da die Vorlage auch nicht kenne. Ich in meiner Unwissenheit dachte ja, dass das Verfilmung zu Das Labyrinth erwacht sei…

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Dienstag, 30. September 2014

[Montagsfrage] Merchandise zu Büchern

Die liebe Nina hat dieses Mal eine Frage gestellt, die sich mit dem Drumherum von Büchern beschäftigt.

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Was haltet ihr von Merchandise-Artikeln zu Büchern?

Merchandise hat ja auch immer ein bisschen was mit Fan-sein zu tun. Mag mein ein Buch, Film oder ähnliches, dann will man mehr davon haben: Kleidung, Schreibwaren, Poster oder gar ein Accessoire, das im Buch oder Film selbst auftaucht.

Ich gebe zu, ich war als Teenager kein so ein richtiges Fan-Girl von Boygroups. Jetzt auch nicht. Mit einer Ausnahme: Die Ärzte. Gut, ich bin nicht so verrückt, wie jene, die der Band zu jedem Konzert nachreisen. Aber ich kaufe mir jedes Mal etwas vom Merchandise. Meist ein T-Shirt. Es ist eine schöne Erinnerung. Andere kaufen Starbucks-Tassen in den Städten, in denen sie waren.

Aber bei Büchern? Da habe ich nichts und da habe/hatte ich auch nie den Wunsch, etwas zu besitzen. Einen Zauberstab von Harry Potter etwa oder die Brosche aus Die Tribute von Panem. Warum das so ist, weiß ich gar nicht. Vielleicht, weil ich keine Erinnerung daran brauche, ich habe ja das Buch bzw. den Film da.
Aber ich habe auch nichts dagegen, dass es so etwas gibt. Klar, damit wird noch mehr Gewinn gemacht und es nimmt gerne mal Überhand wie häufig bei Kinderfilmen. Aber im Grunde ist es Angebot und Nachfrage. Und ich mag den Gedanken, dass jemand ein Buch oder Film so sehr mag, dass er es auch in anderen Dingen (bei sich) haben will. Immer noch besser als einem Schauspieler oder Sänger nachzujubeln und ihm nachzueifern, finde ich.

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Dienstag, 23. September 2014

[Montagsfrage] Marken und Bücher

Nina hat sich mal wieder eine Frage einfallen lassen, auf die ich gerne antworte!

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Sind Markennennungen in Büchern für Dich okay?

Ehrlich gesagt lese ich kaum Bücher, in denen Marken vorkommen müssten/könnten. Ist ja auch immer eine Frage des Genres. Allerdings habe ich mir spontan eine Gegenfrage gestellt: Warum sollen denn Marken genannt werden?
Sicherlich gibt es einige Marken, die das Allgemeinwort quasi ersetzt haben. Tempo ist so ein Beispiel. Ich selbst benutze das Wort aber sehr selten für ein Taschentuch.
Und dann bin ich vielleicht auch zu sprachsensibel oder dergleichen. Ich finde, es geht auch immer schöner. Und schöner ist in meinen Augen und Ohren meist ohne Marke. Sicherlich könnte man argumentieren, dass man sich mit einer Marken identifizieren kann – sie kann aber auch ausgrenzen. Marken können etwas über die Figur aussagen, die diese benutzt – das setzt aber voraus, dass man etwas mit der Marke verbindet. Und die Assoziationen sind nicht immer gleich. Beispiel: Apple oder Primark. Ist man Apple-Fan, findet man die Marke toll. Ist man kein Fan, dann verbindet man im besten Fall gar nichts damit. Primark finden viele junge Menschen super (billige Mode, immer topaktuell), andere finden es furchtbar, weil sie die negativen Seiten dieses Billigkonsum sehen.

Ich finde: Marken müssen nicht sein, es geht auch sehr gut ohne. Es macht ein Buch nicht besser, beschreibt eine Szene nicht klarer oder gibt der Figur einen besonderen Charakter. Markennennung ist okay, aber weder notwendig noch sprachlich schön.

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Dienstag, 16. September 2014

[Montagsfrage] Frankfurter Buchmesse

Ich hab noch ein bisschen Zeit, bevor das Seminar hier weitergeht, also nutze ich die Gelegenheit, um meinen Senf zu Ninas Frage loszuwerden.
Besuchst Du nächsten Monat die Frankfurter Buchmesse?

Ich hatte es mir fest vorgenommen. Es stand in meinem Kalender, ich schaute schon nach Hotels. Dann kam ein Projekt in der Arbeit und ich radierte die Buchmesse wieder heraus - dann wurde das Projekt verschoben und ich trug die Messe wieder ein. Dann kam eine verlagsweite Redaktionssitzung...
Ende vom Lied: ich könnte, aber ich wäre wahnsinnig, es zu tun. Ich hab den "Fehler" schon mit meinem Urlaub gemacht und ihn in die einzige freie Woche gelegt, in der ich Urlaub nehmen konnte, ohne ein total schlechtes Gewissen zu haben. Ergebnis: danach war der Berg an Arbeit noch größer und die Erholung hielt kaum einen Tag über den Urlaub hinaus an.
Ähnlich wäre es im Oktober. Ich hab mit Verlaub einen Arsch voll Arbeit, kann mich wirklich nicht über Langeweile beklagen. Dabei würde ich so gerne zur Buchmesse - allein, um ein paar Blogger mal persönlich kennenzulernen oder auch "nur" wiederzusehen.
Aber wie gesagt: ich wäre wahnsinnig. Die Buchmesse ist stressig und alles andere als Entspannung, danach wären ein paar Tage Urlaub - oder auch nur einer - wirklich gut. Die Zeit habe ich aber nicht und ich würde danach vermutlich auf ganz dünnen Nervensträngen tanzen.

Das ist es mir nicht wert. So sehr ich auch vermutlich trauern, die vielen Berichte meiden und mich insgeheim ein wenig ausgeschlossen fühlen werde.

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Dienstag, 19. August 2014

[Montagsfrage] Arbeiten mit Büchern

Die Montagsfrage von Nina ist doch perfekt, um ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. Dann mal los.

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Was wäre dein Traumjob, wenn Du irgendwas mit Büchern machen könntest?

Bücher oder Literatur mal ganz im Allgemeinen begleiten mich praktisch schon, seit ich lesen kann. Der erste wirklich ernsthafte Berufswunsch war Maskenbildnerin… geht also in die kreative Kulturrichtung. Denn während meine Freundinnen den Boygroups verfallen waren, war ich im Musical-Fieber. Die liebe ich übrigens heute immer noch. Der Wunsch scheiterte an meinen damaligen Englischkenntnissen, dem wenigen künstlerischen Talent und… nun, ich hätte vorher eine Ausbildung als Frisöse oder Visagistin machen müssen und das wollte ich nicht.
Nach einem Umweg im Studium bildete sich der Wunsch heraus, Dramaturgin zu werden. Wieder das Theater. Und dieses Mal so wirklich etwas Literarisches. Ich legte den Wunsch dann ab, als ich nach einem einjährigen Praktikum die Arbeitsbedingungen eines städtischen Theaters erlebte. Mein Herz schlägt aber immer noch für das Theater bzw. generell für diese Sorte Kultur. Und was mache ich nun?

Ich bin derzeit Redaktionsvolontärin im zweiten Jahr bei einem Special Interest-Magazin. Ich schreibe, um es mal ganz einfach auszudrücken. Denn ich habe bald gemerkt, dass es das ist, was ich gut kann und vor allem beruflich machen möchte. Dabei allerdings weniger den Tagesjournalismus, deswegen bin ich zu keiner Zeitung gegangen. Mit Büchern habe ich leider nur am Rande und viel mehr in der Freizeit zu tun. Aber ich liebe meinen Job, ja wirklich! Denn ich darf tun, was ich mag. Und das ist ein Privileg. Ich hatte auch mal überlegt, Lektorin zu werden. Ein Beruf, der mich nach wie vor reizt, bei dem es aber schwer ist hineinzukommen (eine Kommilitonin von mir war Lektoratsvolontärin ohne die Chance übernommen zu werden), und zum anderen war ich mir nicht sicher, ob es das Richtige für mich ist.

Mein Traum wäre… ich weiß es nicht. Ich bin mir nämlich gar nicht so sicher, ob ich mein Hobby, die Bücher, wirklich zum Beruf machen will. Ich blogge gerne darüber, rede auch gerne darüber und lese natürlich viel. Aber ich habe auch schon oft gelernt, dass es ein sehr schmaler Grad ist “das Hobby zum Beruf” zu machen. Denn dann ist das Hobby weg und im schlimmsten Falle verleidet es einem die Leidenschaft. So ähnlich erging es mir, als ich in meiner Masterarbeit über Krimis schrieb. Heute kann ich die Krimis, die ich seitdem gelesen habe, an etwa zwei Händen abzählen. Das war mal ganz anders.
Einen Traum hab ich mir ja schon erfüllt bzw. ich bin auf dem besten Weg dorthin. Nach meiner Ausbildung bin ich voll ausgebildete Redakteurin. Vielleicht schreibe ich dann mal irgendwann wieder über Kultur, vielleicht ist das mein Traum. Wir werden sehen. Und manche Träume müssen Träume bleiben, damit man was zum träumen hat.

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Dienstag, 8. Juli 2014

[Montagsfrage] Verbundenheit von Büchern und Menschen

Die Montagsfrage von Nina diese Woche finde ich hoch spannend – und schwer zu beantworten. Ich habe mich aber mal vor meine Bücherregale gesetzt und darüber nachgedacht. Hier kommt nun das Ergebnis:

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Gibt es ein Buch, das ihr untrennbar mit einer bestimmten Person verbindet?

Instinktiv hatte ich nein gesagt. Warum sollte ich auch? Gut, ich weiß bei nahezu jedem Buch, wie ich dazu gekommen bin. Also, ob ich es mir selbst gekauft habe, es geschenkt bekam oder es auf einem anderen Wege zu mir wollte. Dementsprechend sind da auch Personen mit verknüpft. Aber untrennbar?

Die eigenen Eltern helfen einem beim Laufen lernen, bringen dir Tischmanieren bei und gehen mit gutem Beispiel voran, wie man sich in der Gesellschaft anständig verhält. Meine Eltern waren meinen Geschwistern und mir aber auch ein gutes Beispiel in Sachen Lesen. Sie lasen und lesen viel. Und während mein Bruder mit dem Genre Fantasy mehr nach meiner Mutter kam, folgte ich quasi dem Beispiel meines Vaters und las Krimis.

Vielleicht nicht gerade untrennbar, aber doch sehr eindrücklich verbunden sind meine Wallander-Krimis von Henning Mankell mit meinem Vater. Er hat sie nämlich auch gelesen. Ich weiß allerdings nicht, wer von uns beiden damit angefangen hat. So wie ich uns kenne, wird er es gewesen sein :-)

Danke Papa!

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Dienstag, 1. Juli 2014

[Montagsfrage] Vorbestellt

Nina hat mal wieder eine schöne Montagsfrage gestellt. Und weil ich mitteilsam bin, beantworte ich sie nun.

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Habt ihr aktuell Bücher vorbestellt?

Mit Sternzeichen ist es ja so eine Sache. Manche glauben dran, andere nicht. Ich zumindest glaube, dass eine Tendenz stimmt. Denn ganz beliebig finde ich sie nicht. Ich bin Sternzeichen Stier und ganz grob ist das ein Mensch, der sich gerne häuslich einrichtet, viel Wert auf Materielles legt. Aber es ist auch ein Mensch, der sehr gut auf seine Sachen acht gibt, der seinen Haushalt also beisammen hält. Dazu gehört auch, dass er auf sein Geld achtet. Er ist nicht zwangsläufig geizig, aber er gibt das Geld nicht leichtfertig aus.

Ich weiß immer sehr genau, wie mein Kontostand gerade ist, was ich noch an fixen Ausgaben habe und was ich mir leisten kann. Vorbestellungen passen da nicht so gut ins Konzept. Denn das Geld wird ja entsprechend erst dann abgezogen, wenn das Buch ausgeliefert wird. Und wer weiß, ob ich es mir dann noch leisten kann? Kredite oder Raten zahlen – das kommt mir nicht ins Haus.

Ich bestelle Bücher vor, ja. Aber höchstens ein- oder zweimal im Jahr. Wenn überhaupt. Und dann warte ich in der Regel nicht länger als einen Monat darauf, damit ich meine Kalkulationen im Griff habe. Und natürlich auch, damit ich nicht so lange auf das Buch warten muss. Was nutzt es mir, wenn es kommt und ich es nicht lesen mag? Oder keine Zeit dafür habe? Dann hätte ich es ja auch später kaufen können.

Ich war nie ein Freund von “Erster sein”, “Hauptsache haben”. Ich habe gerne materielle Schätze um mich herum, aber nicht sinnlose. Mir sind meine Dinge wichtig, aber nicht, um damit irgendeinen Status zu erreichen oder irgendwo mitreden zu können, sondern weil ich mich dann wohlfühle. Ich baue mir quasi ein Nest, auch wenn ich kein Vogel bin.

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Dienstag, 24. Juni 2014

[Montagsfrage] Leseflaute

Nina hat mal wieder eine Montagsfrage gestellt. Sie kam zwar schon mal in diesem TAG bei mir vor, aber ich beantworte sie gerne noch einmal ausführlicher.

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Hattet ihr schon mal eine Leseflaute?

Ich könnte wie Nina anfangen: “Wenn man sehr viel liest…” Sie schreibt weiter, dass man vielleicht von den vielen Geschichten, die man schon kennt, bald den Eindruck bekommt, man habe schon alles so oder so ähnlich mal gelesen. Und nach einem Knallerbuch sei es dann schwer, ein ebenbürtiges zu finden, um weiterzulesen.

Ich denke, dass ist bei vielen – so auch bei mir – zum Teil ein Grund. Was dabei mitschwingt, ist das kritische Auge. Hat man viel gelesen, steigt eventuell auch der Anspruch. Dann liest man genauer, kleinere Ungereimtheiten fallen schneller auf und es ist schwerer, sich vorbehaltlos in die Geschichte fallen zu lassen.

Ich würde aber noch etwas hinzufügen: Wenn man viel liest, dann ist man manchmal auch müde zu lesen. Natürlich sollte lesen Vergnügen sein, aber der Akt des Lesens strengt vielleicht auch mal an. Und wenn der Kopf voll ist, weil man auf der Arbeit/im Studium/in der Schule schon viel gelesen hat, dann ist nicht immer mehr Platz für eine Geschichte, dann wollen die Bilder im Kopf nicht so recht das Laufen lernen.

Meine Antwort lautet daher: Ja, natürlich! Und wenn ich Pech habe, dann dauern die Leseflauten auch mal mehrere Wochen an. Abgesehen davon, dass mir dann etwas das Futter für den Blog ausgeht, mache ich mir aber nicht allzu viele Sorgen darum. Denn wenn die Flaute vorüber ist, ist das ein besonders schönes Gefühl. Wie das Eintauchen ins Meer, der Sonnenuntergang oder das Schlüpfen in frisch gewaschene Wäsche.

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Dienstag, 17. Juni 2014

[Montagsfrage] Sommerbuch

Nina hat uns allen mal wieder eine Montagsfrage gestellt. Und sie passt perfekt in den Sommer.

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Euer liebstes Sommerbuch

Im letzten TAG habe ich ja geschrieben, dass ich meinen Lesestoff nicht nach saisonalen Begebenheiten ausrichte. Ich lese also weder besonders viele Frauenromane im Sommer noch viele Gruselgeschichten im Winter. Ich lese nach Stimmung. Und wenn die im Sommer getrübt ist, dann gibt es auch mal ein düsteres Buch und so weiter.

Mit “Lieblings-“dingen habe ich auch schon vor einer Weile aufgehört. Ich tue mich damit einfach schwer. Ja, ich habe meinen Blog damals mit meinen Lieblingsfilmen und –büchern eröffnet. Und bis heute gehören die gezeigten auch noch zu meinen Dauerbrennern (neudeutsch: Evergreens). Aber wenn man mich heute nach “Lieblings-“sachen fragt, verweigere ich gerne die Aussage.

Mein liebstes Sommerbuch ist also: gar keins. Ich lese nämlich auch nicht grundsätzlich einmal im Jahr das gleiche Buch nochmal. Ich kann euch leider also keine Lektüre empfehlen, die besonders gut zum Sommer passt.

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Dienstag, 10. Juni 2014

[Montagsfrage] gehörte Bücher

Die letzten fragen habe ich nicht beantwortet, weil ich sie nicht so aufregend fand. Auch diese Montagsfrage von Libromanie ist nicht unbedingt für ausschweifende Antworten gemacht, aber ich schreibe einfach mal.

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Hörbücher gekürzt oder ungekürzt?

Ich höre so gut wie nie Hörbücher. Ich höre auch selten Musik, wenngleich ich momentan in einer Phase bin, in der ich gerne mal welche laufen lasse. Aber –und das mag etwas mit meiner Schwerhörigkeit zu tun haben- ich mag es nicht, lange belabert oder bedudelt zu werden. Die einzigen Hörbücher, die ich immer mal wieder anhöre, sind jene von Harry Potter.

Entschließe ich mich jedoch, ein Hörbuch zu hören, dann sollte es ungekürzt sein. Denn es soll mir das Lesen des Buches ersetzen. Wenn dann das Hörbuch gekürzt wäre, dann will ich wissen, was fehlt und greife schließlich doch zum Buch. Und das ist für mich vertane Zeit.

Lasst ihr euch Bücher vorlesen oder erzählen?

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Mittwoch, 14. Mai 2014

[Montagsfrage] Autor oder Autorin?

Ich habe mir tatsächlich die Mühe gemacht und gerade mein Bücher durchgezählt. Warum? Nun, das hat mit der Montagsfrage von Nina zu tun.

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Autor oder Autorin? Von wem lest ihr mehr Bücher?

Nun, zunächst einmal achte ich nicht so sehr darauf, wer ein Buch geschrieben hat. Wenn es nicht gerade eine Reihe ist oder eine sehr eindrückliche Geschichte oder ein wichtiger Klassiker, dann kann ich mir das auch nicht nach dem Lesen merken. Dank des Bloggens werde ich darin zwar besser, aber ich gebe mir auch keine sonderliche Mühe, es zu verbessern.

Daher musste ich meine Bücher tatsächlich durchzählen. Ergebnis: das hängt vom Genre ab. In der Gesamtsumme, wobei ich ein wenig überschlagen habe, ist es sehr ausgeglichen. Fast Gleichstand, mit einem leichten Überhang für die Männer. Das liegt an den Klassikern, weil ich in dem Bereich dank meines Masterstudiums vor allem Thomas Mann hier stehen habe.
Betrachte ich die einzelnen Fächer und damit Genre genauer, dann fällt auf: in meinem Regal  stehen bei den Krimis hauptsächlich Männer. Bei Fantasy und Jugendbuch mehr Frauen. Die allgemeine Belletristik und Liebesromane teilen sich ein Fach und sind fast ausgeglichen, wobei Liebesromane mehr von Frauen geschrieben wurden. In meinem Fach.

Das bringt mich zu der Frage: warum ist das so? Warum lese ich so wenig Krimis von Frauen? oder so wenig Fantasy/Dystopien von Männern? Auf die Schnelle habe ich da noch keine Antwort gefunden.

Wie sieht das bei euch aus?

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Dienstag, 6. Mai 2014

[Montagsfrage] Meine Wunschliste

Nina hat mal wieder eine schöne Frage gestellt. Aufgrund meines bevorstehenden Ehrentages ist meine Wunschliste tatsächlich ganz aktuell. Die Top 5 stelle ich euch nun vor:

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Welche 5 Bücher stehen ganz oben auf deiner Wunschliste?

Ich habe mich mal nicht daran orientiert, welche Bücher ich als letztes hinzugefügt habe, sondern welche ich wirklich schrecklich gerne lesen würde… die Reihenfolge ist dabei kein Ranking!

Das_verbotene_Eden_David_und_Juna-Thomas_Thiemeyer

Ich habe den Autor schon persönlich kennengelernt und obwohl er ein wirklich sehr sympathischer Mensch ist, ist seine Persönlichkeit nicht ausschlaggebend dafür gewesen, dass ich diese Dystopie-Trilogie lesen will. Er hat den Wunsch nur noch bestärkt. Ironie der Geschichte ist, dass es diese Bücher derzeit kaum noch zu kaufen gibt, weil es keine weitere Auflage gibt. Es soll aber bald eine Taschenbuch-Ausgabe geben, da greife ich dann zu.

 

 

 

 

DieBestimmung3

Ich gehöre zu den Fans dieser Trilogie. Den Film habe ich im Übrigen noch nicht gesehen. Aber die ersten beiden Bände haben mir wirklich gut gefallen. Und obwohl ich einmal schon mitbekommen habe (danke twitter), dass das Ende wohl enttäuschend sei, bin ich neugierig wie es aus geht. Der dritte Band wird also irgendwann in den nächsten zwei Monaten bei mir einziehen… wenn ich vorher die anderen zwei von meiner Schwester zurückbekommen habe, damit ich einen kleinen Lesemarathon veranstalten kann.

 

 

 

 

Hide

Das ist der zweite Band einer ganzen Reihe, glaube ich. Wobei die Anzahl der Bände meines Wissens nach noch nicht feststeht. Der erste Band Escape hat mir damals gut gefallen, daher würde ich gerne weiterlesen.

 

 

 

 

 

 

Anziehungskraft

Na, seid ihr jetzt entsetzt? Ja, ich oute mich an dieser Stelle. Ich mag Guido Maria Kretschmer sehr gerne. Ich habe Respekt davor, wie er sich selbst aufgebaut hat und seine “Tipps” in der bekannten Sendung im Fernsehen, finde ich auch wirklich gut. Ich behaupte zwar, dass ich mich Figur gerecht anziehen kann, aber beim Hineinblättern ins Buch bin ich einfach neugierig geworden und wer weiß, vielleicht finde ich noch Anregungen. Und wenn nicht, werde ich wenigstens gut unterhalten.

 

 

 

 

sofinstersokalt

Last, but not least dann dieses Buch. Ich habe schon sehr viel positives gehört. Und irgendwie erinnert es mich an Der geheime Name von Daniela Winterfeld. Die beiden Romane haben inhaltlich allerdings nicht sehr viel gemeinsam, aber die beschriebene Stimmung könnte ähnlich sein und darauf hätte ich Lust!!

 

 

 

 

 

Welches Buch würdet ihr gerne aktuell als erstes lesen wollen?

EDIT: Ich sehe jetzt erst, dass Nina darum gebeten hat, keine Fortsetzungen zu nennen. Dann ergänze ich die Liste einfach um diese zwei Bücher: Ich bin die, die niemand sieht von Julie Berry und Draußen wartet die Welt von Nancy Grossman.

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Dienstag, 29. April 2014

[Montagsfrage] Nicht lesen können

Diese Woche mache ich mal wieder mit, weil mir die Frage gut gefällt. Nina wollte Folgendes wissen:

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Gibt es Situationen, in denen du nicht lesen kannst?

Ich bin keiner von den Buchbloggern, die zu jeder Tages- und Nachtzeit lesen, auch meine Wochenenden und Feierabende verbringe ich nicht ausschließlich mit lesen. Lesen ist Genuss, Abschalten und aber auch Bildung für mich.

Entsprechend kann ich nur schwer lesen, wenn mich die Arbeit emotional oder physisch erschöpft hat. Ich habe auch beruflich viel mit Texten zu tun, da holen mich andere Texte nicht immer mehr runter. In der Mittagspause lese ich dagegen gerne, ganz bewusst, um mal andere Buchstabenanordnungen zu sehen.
Meistens lese ich auf dem Weg zur Arbeit und von dort wieder nach Hause. Steht aber ein wichtiges Meeting an, ist der Kopf mit to-Do’s voll oder fährt der Busfahrer wie besoffen, dann bleibt das Buch zu geklappt, weil mir sonst nach wenigen Minuten schlecht wird. Gleiches gilt auch für das Auto. Da kann ich nicht jedes Buch lesen: je intensiver es nach Buch riecht, desto schneller wird mir schlecht.

Ich kann nicht lesen, wenn Musik läuft, die ich kenne, gerne mag und im Kopf mitsinge. Ich habe aber früher im Studium in den Lernphasen immer Musik laufen lassen: sobald ich mitsang oder mitwippte, wußte ich, dass ich eine Lernpause brauchte, weil ich unkonzentriert war.
Ich kann nicht lesen, wenn einer neben mir laut redet. Gespräche sind okay. Nicht selten saß ich bei meinem Teilzeitjob damals umringt von schnatternden Mädchen in der Pause und las konzentriert mein Buch. Aber eine einzelne Stimme, das geht dann wieder nicht gut.

Ich kann nicht lesen, wenn die Sonne zu stark scheint und ich die Stirn runzeln muss, der Wind die Blätter oder meine Haare verweht oder ständig Tiere auf meinen Seiten landen. Eigentlich lese ich generell nicht gerne im Freien aus diesen Gründen und weil die Geräusche dort mich viel mehr ablenken, da sie unvertrauter sind.

Seid ihr Alles-zu-jeder-Zeit-Leser oder habt ihr auch ein paar Geht-Nicht-gut-Situationen?

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Dienstag, 8. April 2014

[Montagsfrage] Niemals wieder lesen

Letzte Woche habe ich die Montagsfrage zum Thema Lesungen ausgesetzt, weil ich dazu nicht wirklich etwas Sinniges zu sagen hatte. Aber die Woche gebe ich gerne wieder meinen Senf dazu. Nina von Libromanie hat sich etwas Provokantes einfallen lassen.

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Von welchem Autor/welcher Autorin wirst du nie wieder ein Buch lesen?

Man beachte das “wirst”, ein Zukunftsverb ohne Ausnahme, anstelle eines “würdest”. Ich finde die Frage wirklich schwer zu beantworten.

Ich habe mal in meine Blog-Agenda geschaut. In 2 1/2 Jahren habe ich etwa vier Bücher nur mit 2 von 5 Eulen bewertet. Die Bücher mit nur einer Eule habe ich schlauerweise nicht getaggt, entsprechend schwer sind sie zu finden. Aber ich meine mich zu erinnern, dass ich auch nur einmal eine solch schlechte Bewertung abgegeben habe, wenn überhaupt. An das genaue Buch erinnere ich mich nicht mehr.

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Dienstag, 25. März 2014

[Montagsfrage] Rezensionen

Anstoß zu dieser Frage waren für Nina die Reaktionen auf die letzte Montagsfrage. Daher stellte sie heute auf ihrem Blog Libromanie nun folgende:

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Warum schreibst du Rezensionen?

Ich weiß gar nicht so genau, ob das, was ich schreibe oder gar, was die meisten auf ihren Blogs verfassen, nach literaturwissenschaftlichen Aspekten als Rezension durchgeht. Es vielleicht eher ein Meinungsbild. Nichtsdestotrotz und auch wenn die meisten Rezensionen nie lesen (was lest ihr auf einem Buchblog dann?) oder erst nach dem Selbstlesen die dazugehörige Rezension…

…ich schreibe Rezensionen, um in einen Meinungsaustausch mit euch zu kommen. Aus meiner Sicht gibt es wenig besseres, was den Anstoß zu einer Diskussion geben könnte. Gut, zugegeben, richtig diskutiert haben wir hier noch nie. Schade eigentlich. Dennoch möchte ich über meine Rezensionen euch meine Meinung mitteilen, euch so gute Bücher ans Herz legen oder von weniger guten abraten.

Und mal ganz von diesem Gutmenschgehabe: ich schreibe gerne. Deswegen mache ich das nun auch beruflich. Aber hier ist das Schreiben ein anderes, weshalb ich das sehr genieße. Und in dem ich Rezensionen verfasse, verbinde ich zwei Leidenschaften von mir: Bücher und Schreiben.

An dieser Stelle wäre auch der passende Platz euch zu fragen, ob ihr meine Rezensionen lest und ob euch daran etwas nicht gefällt oder ihr etwas vermisst? Immer her mit der Kritik!

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Dienstag, 18. März 2014

[Montagsfrage] Rezensionen

Nina hat mal wieder eine sehr interessante Frage gestellt. Ich frage sie jetzt mal: woher nimmst du diese Fragen?? Aber nun erst einmal meine Antwort.

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Liest du die Rezensionen zu einem Buch vor
oder nach dessen Lektüre?

Das kommt ganz darauf an. Worauf? Auf das Buch natürlich.

Ist es ein Buch, das ich auf jeden Fall gerne lesen will, das ich vielleicht sogar schon besitze und von dem ich ahne, dass es mir gut gefallen wird… dann lese ich nur selten vorher Rezensionen dazu. Denn eine andere Meinung brauche ich zu diesem Buch dann erst einmal nicht. Ich gehe ja davon aus, dass mir das Buch gefallen wird und mein Interesse an dem Stoff ist so groß, dass ich nicht noch abwägen will oder muss, ob ich es nun lese oder nicht. Bei solchen Büchern lese ich gerne hinterher die Rezensionen. Ich finde es immer spannend, herauszufinden, ob andere einer ähnlichen Meinung sind wie ich oder ob es vielleicht Diskussionen zu bestimmten Aspekten gibt. Ich habe ja auch ganz gerne mal eine konträre Meinung zu einem Buch als die meisten, die es schon gelesen haben.

Ist es ein Buch, das mich thematisch interessiert, bei dem ich mir aber noch nicht sicher bin, ob ich es lesen will (vielleicht kenne ich den Autor noch nicht oder es gibt ein Detail, das mich doch etwas abhält)… dann wird es schwierig. Es gibt von den zig Blogs, denen ich folge, tatsächlich nur eine kleine Handvoll, denen ich vertraue. Also: deren Rezensionen ich vor dem Lesen eines für mich interessanten Buches auch lesen “kann”. Die meisten Blogger meinen es sicherlich nicht böse, einige denken vermutlich nicht einmal darüber nach, aber spoilern ist wirklich fies. Man kann auch eine gute Rezension schreiben, ohne den halben Inhalt wiederzugeben oder Höhe- und Wendepunkte zu verraten. Geht wirklich, mach ich ja selbst. Es ist nur in der Tat etwas aufwändiger.
Bei solchen Büchern vorher eine Rezension zu lesen, täte ich gerne, wenn denn die Vertrauens-Blogs eine Rezension darüber geschrieben haben. Im Zweifelsfall belasse ich das Buch erst einmal auf der Wunschliste und warte noch ein wenig auf interessante Meinungen oder es rutscht irgendwann in die Kategorie A (weiter oben beschrieben) oder in Kategorie C, die kommt jetzt.

Ist es ein Buch, das mich nicht anspricht, aber dennoch nicht uninteressant klingt (Beispiel war hier Es wird keine Helden geben) oder ist es ein Buch aus einem Genre, das ich nicht gerne lese, aber der Autor ist bekannt (da gehören zum Beispiel die beliebten Thriller dazu)… dann lese ich die Rezensionen. Nicht alle, weil gerade wenn ein Buch gehypt wird, sind es doch sehr viele. Aber doch so einige. Ich finde, so kann man sich ein gutes Bild machen: vom Buch und vom Blog. Und manchmal rutscht ein Buch dann so auf meine Wunschliste.

War schon wieder sehr ausführlich, aber mich würde mal interessieren: können meine Rezensionen euch bei der Entscheidung helfen, ob ihr ein Buch lest oder nicht?
Und wenn nicht, was fehlt euch?

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