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[Gelesen] Alexa McNight - NeuGier

Eulenpost(s): [Gelesen] Alexa McNight - NeuGier

Samstag, 1. Februar 2014

[Gelesen] Alexa McNight - NeuGier

Eine fatale Eigenschaft: Wie oft im Leben sagt man „Das würde ich nie tun!“ und tut es dann doch? Ich habe immer gesagt, erotische Romane interessieren mich nicht. Der riesige Hype um Shades of Grey und 80 Days hat mich regelrecht zurückschrecken lassen. Ein Blick in eine Leseprobe von Shades of Grey bestätigten mich auch noch in meinen Gedanken. Dann aber gewann ich dieses Buch, weil ich mich dafür meldete. Denn die Bloggern, die dieses Buch verloste, fand es selbst nicht schlecht. Und ich habe eine hohe Meinung von ihr...

NeuGier

Verlag: Blue Panther Books
Seiten: 252
Preis: 9,90 Euro
Genre: Erotik, Liebe, Beziehung

 

  

 

INHALT Kate ist eine erfolgreiche Goldschmiedin, aber wenig erfolgreich mit ihrer Beziehung. Der exzentrische Maler Henry steckt in einer tiefen Schaffenskrise und behandelt Kate schlecht, wenn er sie überhaupt wahrnimmt. Nach einem besonders schlimmen Moment will Kate ihre beste Freundin Jill anrufen, doch sie wählt die falsche Nummer und landet bei Jackson. Langsam entwickelt sich eine prickelnde Verbindung zwischen den beiden...

MEINE ERWARTUNGEN Ehrlich gesagt, waren sie nicht sehr hoch. Ich hoffte einfach, dass der Schreibstil ansprechend ist und die Sexszenen mich nicht abstoßen würden.

MEINE EINDRÜCKE Wenngleich das Grundraster der Geschichte nicht besonders innovativ erscheint, ist sie dennoch zu keinem Zeitpunkt langweilig oder komplett vorhersagbar. Der Autorin gelingt es eine natürlich erscheinende Entwicklung aufzubauen, so dass die Aktionen der Figuren zu jedem Zeitpunkt nachvollziehbar waren.

Die Figuren sind zudem nicht überzeichnet, sondern könnten ebenso gut die eigenen Nachbarn sein. Ihre Charakterzüge sind individuell und ihre Handlung passen stets dazu. So ist Kate eine kreative Person, nicht nur in ihrem Beruf. Sie schätzt Verlässlichkeit, wünscht sich Aufmerksamkeit und ist selbst eine treue und empathische Person. Henry dagegen erscheint der stereotype Künstler zu sein: sprunghaft, egozentrisch und launisch. Da ist Jackson der absolute Gegenpol: gewissenhaft, ruhig, einfühlsam. Zugleich hat er auch eine sehr selbstbewusste Natur, die sich darin äußert, dass er stets die Zügel in der Hand halten muss. Er gibt also vor, wo und in welchem Rahmen sich Kate und er treffen.

Zwar ist das Taschenbuch als erotischer Roman untertitelt, dennoch reiht die Autorin nicht plump eine Sexszene an die nächste. Zudem sind diese selbst nicht zu extravagant und ausgefallen, so dass selbst zurückhaltende Menschen diese gut lesen können. Das Zusammenspiel von Alltag und Sexleben ist sehr ausgewogen und spielt ab dem letzten Drittel auch nur noch eine zweitrangige Rolle.

Der Ton, den die Autorin dabei anschlägt, ist natürlich, schlicht und einfühlsam. Hier scheint eine erfahrene Autorin am Werk gewesen zu sein und keine junge Frau, die einfach mal eben ihre Fantasien niederschreibt. Die Wortwahl ist ansprechend, abwechslungsreich und hat einen gewissen Stil.

FAZIT Faszinierend, dass ich mich bei einem solchen Roman zu viel mehr Worten hinreißen lasse. Es scheint fast so, als meinte ich mich rechtfertigen zu müssen. Ich gebe zu, das Genre ist für mich ungewohnt. Vor allem, da ich bislang erotische Geschichten eher mit diesen „Schundromanen“ wie es sie an jeder Tankstelle zu kaufen gibt, verbunden habe. Da hat mich dieser Roman doch positiv überrascht. Er ist geschmackvoll geschrieben, hat eine unterhaltsame Geschichte mit sympathischen Charakteren. Eigentlich wirkt in diesem Buch alles schrecklich normal, als könnte das meiner besten Freundin passieren. Aber genau deswegen fühlte ich mich angesprochen.

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2 Kommentare:

Am/um 2. Februar 2014 um 17:23 , Anonymous RoM meinte...

Grüß Dich, Melissa.
Gut geschriebene Sinnlichkeit ist nicht leicht zu finden. Vermutlich, weil literarische Erotik scheinbar nur zwischen Überzeichnung (Provokation) & Entzeichnung (Klischees) zu pendeln scheint. Ist aber dennoch auffindbar, auch wenn sie einem eher beiläufig unterkommt.

Exzentrischen Egos sollte frau früher den Laufpass geben, als sie es wahrhaben können. Für ein mies behandelt werden, braucht niemand eine Beziehung. Wobei mir bei Mr. Perfect doch weniger zusagt, daß er gern die Zügel in der Hand hält. Kein Vertrauen!? :-)

Auch Ihr anderer erotischer Roman könnte Dir gefallen, denke ich. Vermutlich aber auch ein moderner Klassiker wie "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" (Kundera).

bonté

 
Am/um 3. Februar 2014 um 07:42 , Blogger Melissa meinte...

Seine Zügel sind eher auf bestimmte Dinge begrenzt und nicht als wirklich dominant zu bezeichnen.
Den Klassiker habe ich schon einmal angelesen, vielleicht widme ich mich irgendwann noch einmal mit voller Aufmerksamkeit dem Buch.

 

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