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Eulenpost(s)

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Freitag, 21. Juni 2013

[30 Tage- 30 Schätze] Tag 21-Blöde Schullektüre

Ich habe immer schon gerne gelesen. Und im Herzen bin ich ein kleiner Streber. Daher habe ich auch im Deutschunterricht in der Regel recht bereitwillig die Romane, Gedichte, Dramen und Essays gelesen, die uns aufgetragen wurden.

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Tag 21 - Ein Buch, das ich in der Schule lesen musste und das einfach nur blöd war

Und dennoch gab es natürlich Ausnahmen. Shakespeares Macbeth im Englischunterricht der 12. Klasse war so ein Beispiel. In meiner Erinnerung sind wir nie über die ersten paar Szenen hinausgekommen. Warum auch immer. Heute hätte ich große Lust, dieses Drama noch einmal zu lesen. Aber auf Deutsch. Denn immerhin ist es Shakespeare; eine sagenumwobene, historische fragwürdige, aber literarische bemerkenswerte Persönlichkeit!

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Donnerstag, 6. Dezember 2012

[TAG] 100 Bücher, die man gelesen haben sollte?

Steffi und Heike haben mich gebeten, in der Liste der "100 Bücher, die man gelesen haben sollte" jene Bücher zu markieren, die ich schon gelesen habe.

Wie auch die beiden, werde ich aber auch mal zeigen, von welchen ich vielleicht auch oder nur den Film gesehen habe und welche ich angefangen, aber nie beendet habe. Wenn ich aber das Buch gelesen habe (oder es wenigstens versucht habe) und den Film gesehen habe, dann setze ich den Film dahinter in Klammern. Das Ganze wird dann farbig markiert:

grün- diese Bücher habe ich gelesen
rot- angefangen, aber wieder abgebrochen
gelb- davon habe ich nur den Film gesehen

1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien (+Filme gesehen)
2. Die Bibel
3. Die Säulen der Erde, Ken Follett
4. Das Parfum, Patrick Süskind
5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
6. Buddenbrooks, Thomas Mann (+Ausschnitte vom Film)
7. Der Medicus, Noah Gordon
8. Der Alchimist, Paulo Coelho
9. Harry Potter und der Stein der Weisen, J.K. Rowling (+Film)
10. Die Päpstin, Donna W. Cross (+Film)
11. Tintenherz, Cornelia Funke (+Film)
12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
14. Der Vorleser, Bernhard Schlink (+Film)
15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe (+Film)
16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
18. Der Name der Rose, Umberto Eco (+Film)
19. Illuminati, Dan Brown
20. Effi Briest, Theodor Fontane
21. Harry Potter und der Orden des Phönix, J.K. Rowling (+Film)
22. Der Zauberberg, Thomas Mann (+Ausschnitte vom Film)
23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
24. Siddharta, Hermann Hesse
25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende
27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
32. Die Glut, Sándor Márai
33. Homo faber, Max Frisch
34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
37. Owen Meany, John Irving
38. Sofies Welt, Jostein Gaarder (+ Film)
39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams
40. Die Wand, Marlen Haushofer
41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
43. Der Stechlin, Theodor Fontane
44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
47. Der Laden, Erwin Strittmatter
48. Die Blechtrommel, Günter Grass
49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
50. Der Schwarm, Frank Schätzing

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Freitag, 4. Mai 2012

[Friday Classics] Buddenbrooks

Heute ist es wieder soweit. Es ist der erste Freitag im Wonnemonat Mai, und deswegen stelle euch den nächsten Klassiker vor. Für meine neuen Leser und alle, die nochmal nachlesen wollten, wie es dazu kam, gibt es hier eine kleine Zusammenfassung. Heute geht es um Thomas Manns Buddenbrooks. In der Klassiker-Liste von Marcel Reich-Ranicki ist auch noch ein weiterer Roman von Thomas Mann, nämlich Der Zauberberg, angeführt. Den habe ich euch bereits hier vorgestellt.
Nun aber zu den Buddenbrooks. Vorweg muss ich sagen, dass ich den fast 800 Seiten starken Schinken (noch) nicht fertig gelesen habe. Das liegt zum einen am Roman selbst und zum anderen daran, dass ich ja gerade zum letzten Mal in meinem Leben (diese Übertreibung muss sein!) richtig viel lernen muss. Ich hab jetzt etwa ein Drittel geschafft, würde ich sagen. Aber ich denke, dass es reicht, um einen ersten Eindruck zum Roman schildern zu können.


Zum Autor: Thomas Mann wurde am 6. Juni 1875 in Lübeck geboren.Seine Jugend ist ziemlich unspektakulär, bezeichnete er diese doch selbst als stumpfsinnig. Besonders die Schule schien ihn nicht sehr zu interessieren, so dass er schon früh mit dem Schreiben begann. Die schnellen Erfolge führten dazu, dass er seinen eigentlichen Beruf als Versicherungsvertreter aufgab und an der Technischen Hochschule München Vorlseungen besuchte. Nun wollte er Journalist werden. Er schrieb bei unterschiedlichen Zeitungen mit, veröffentlichte 1901 seinen ersten Roman Buddenbrooks. 1904 lernte er seine spätere Frau Katharine Pringsheim kennen, und entschied sich damit, seine Homosexualität, die in Briefen und Tagebüchern anklingt, nicht auszuleben. Mit dem Aufstieg der NSDAP gehörte Mann zu jenen, die öffentlich gegen die Nationalsozialisten Stellung nahmen. Bald entschloss er sich aber ins Exil zu gehen, zunächst nach Frankreich. Später wanderte er nach Amerika aus, um später in der Schweiz seinen Lebensabend zu verbringen. Er starb am 12. August 1955 in Zürich.
Für Thomas Mann ist es sehr typisch, dass er viele autobiografische Erfahrungen in Romane und Erzählungen einbaute oder verarbeitete.

Zur Entstehung der Buddenbrooks: Thomas Mann begann 1896 mit seinem ersten Roman. Es sollte eine Familiengeschichte mit autobiografischen Zügen werden. 1900 reichte Mann das Manuskript schließlich bei seinem Verleger ein. Dieser wollte es erst um die Hälfte kürzen, wogegen sich der Autor aber wehrte.
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Freitag, 18. November 2011

[Friday Classics] Der Zauberberg

Ihr Lieben,
der Freitag dieser Woche kam schlicht viel zu schnell für mich. Dabei wollte ich euch frisch gelesen Die Wahlverwandtschaften von Goethe vorstellen!!
Nun, das hat leider nicht geklappt. Nächste Woche sollte das aber drin sein. Um die Reihe aber nicht aussetzen zu müssen, überspringe ich einfach ein paar Titel (wer hatte eigentlich diese Idee mit der Reihenfolge?!) und stelle euch stattdessen Thomas Manns Der Zauberberg vor!


Zum Autor: Thomas Mann wurde am 6. Juni 1875 in Lübeck geboren.Seine Jugend ist ziemlich unspektakulär, bezeichnete er diese doch selbst als stumpfsinnig. Besonders die Schule schien ihn nicht sehr zu interessieren, so dass er schon früh mit dem Schreiben begann. Die schnellen Erfolge führten dazu, dass er seinen eigentlichen Beruf als Versicherungsvertreter aufgab und an der Technischen Hochschule München Vorlseungen besuchte. Nun wollte er Journalist werden. Er schrieb bei unterschiedlichen Zeitungen mit, veröffentlichte 1901 seinen ersten Roman Buddenbrooks. 1904 lernte er seine spätere Frau Katharine Pringsheim kennen, und entschied sich damit, seine Homosexualität, die in Briefen und Tagebüchern anklingt, nicht auszuleben. Mit dem Aufstieg der NSDAP gehörte Mann zu jenen, die öffentlich gegen die Nationalsozialisten Stellung nahmen. Bald entschloss er sich aber ins Exil zu gehen, zunächst nach Frankreich. Später wanderte er nach Amerika aus, um später in der Schweiz seinen Lebensabend zu verbringen. Er starb am 12. August 1955 in Zürich.
Für Thomas Mann ist es sehr typisch, dass er viele autobiografische Eerfahrungen in Romane und Erzählungen einbaute oder verarbeitete.

Zur Entstehung von Der Zauberberg: Thomas Mann begann bereits 1913 am Roman zu arbeiten. Beendete ihn aber erst 1924. Er ist in der Literaturwissenschaft als Bildungsroman eingestuft, da er sich mit vielen Themen wie Liebe, Tod, Krankheit, aber auch Politik und Philosophie beschäftigt. Privater Anlass zu diesem Roman soll Katia Manns Aufenthalt in Davos gewesen sein, da man bei ihr Tuberkulose diagnostizierte. Ihr Mann hatte sie dort selbst für ein paar Wochen besucht. Thomas Mann schrieb selbst über den Roma: "Hans Castorps geschichte ist die Geschichte einer Steigerung; ein simpler Held wird in der fieberhaften Hermetik des Zauberbergs zu moralischen, geistigen und sinnlichen Abentuern fähig gemacht, von denen er sich früher nie hätte träumen lassen." Thomas Mann plante "eine Geschichte mit pädagogisch-politischen Grundabsichten, worin ein junger Mensch sich mit der verführerischsten Macht, dem Tode, auseinanderzustezen hat und auf komisch-schauerliche Art durch die Gegensätze von Humanität und Romantik, Fortschritt und Reaktion, Gesundheit und Krankheit geführt wird...Der Geist des Ganzen ist humorisitsch-nihilistisch...etwas von Zwerg Nase, dem sieben Jahre wie Tage vergehen..."

Rezeption: Beim lesenden Publikum hatte der Roman viel Erfolg und erreicht bereits 4 Jahre nach Erscheinen eine sehr hohe Auflage. Die Einwohner des Sanatoriums erhoben aber viel Kritik, da sie sich in den Figuren unrühmlich wieder, Anklage wurde aber nicht erhoben. Der Verkehrsverein von Davos bestellte aber bei Erich Kästnerm Jahre 1936 einen „heiteren Roman über Davos“, weil „Thomas Manns Zauberberg den Ort in gesundheitlicher Hinsicht in Verruf gebracht hatte.“ Kästner verfasste den in Davos spielenden Zauberlehrling mit Doppelgänger-Motiven und einem Zeus, der Blitze schleuderte. In der literarischen Fachwelt wurde der Roman aber sehr positiv aufgenommen.

Klassiker? Den Titel hat vermutlich beinahe jeder irgendwann schon einmal gehört. Auch Thomas Mann ist beiweiten kein Unbekannter. Ich selbst habe den Roman während meines Masterstudiums gelesen. Besonders die philosophischen und sehr künstlerischen Stellen sind wirklich schwer zu lesen und zu verstehen. Da ist es hilfreich, wenn man in einem Seminar sitzt und alles besprechen kann. Dadurch ist der Roman in meinen Augen absolut keine Freizeitlektüre, die man mal so eben lesen kann. Man muss sich sehr bewusst darauf einlassen und größere Pausen vermeiden, da der Wiedereinstieg besonders in die philosophische Debatte schwerfallen wird.
Dennoch ist der Roman ein absolutes Juwel und wer einen guten Eindruck des späten Thomas Manns haben möchte, der ist mit diesem Roman gut bedient. Bei uns im Studium gab es aber zwiespältige Meinungen: wer Zauberberg mochte, hasste Doktor Faustus und umgekehrt. Wem also Der Zauberberg nicht liegt, versucht es doch mal mit Faustus! Das ist der letzte Roman von Thomas Mann und ebenso intellektuell und philosophisch, nur in eine andere Richtung.
Da man kaum eine Botschaft ohne Einführung oder Hintergrundmaterial herauslesen kann, würde ich diesen Roman in die Kategorie 1 einordnen. Es ist sicherlich nicht verkehrt, von diesem Roman einmal etwas gehört zu haben, lesen muss man ihn aber nicht. Besonders nicht, wenn man kein Literaturwissenschaftler der deutschen Sprache ist. Wer das, so wie ich, studiert, dem möchte ich aber ans Herz legen, es zu versuchen. Man lernt sehr viel über die Wissenschaft des frühen 20. Jahrhunderts und über die damalige philosophische Debatte. Die Geschichte selbst ist auch auf eine skurrile Art anrührend, vor allem der Sprachstil ist hoch interessant. Ich habe sogar eine Hausarbeit über das Thema der Zeit geschrieben. Das aht viel Spaß gemacht, weil man viele Themen in vielen kleinen Abschnitten des Romans finden kann und jeder diese unterschiedlich interpretiert. Sehr spannend, aber auch anstrengend.

Habt ihr Zauberberg schon gelesen? Wie war euer Eindruck? Kennt ihr sonst etwas von Thomas Mann?

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