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[30 Tage- 30 Schätze] Tag 21-Blöde Schullektüre

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Freitag, 21. Juni 2013

[30 Tage- 30 Schätze] Tag 21-Blöde Schullektüre

Ich habe immer schon gerne gelesen. Und im Herzen bin ich ein kleiner Streber. Daher habe ich auch im Deutschunterricht in der Regel recht bereitwillig die Romane, Gedichte, Dramen und Essays gelesen, die uns aufgetragen wurden.

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Tag 21 - Ein Buch, das ich in der Schule lesen musste und das einfach nur blöd war

Und dennoch gab es natürlich Ausnahmen. Shakespeares Macbeth im Englischunterricht der 12. Klasse war so ein Beispiel. In meiner Erinnerung sind wir nie über die ersten paar Szenen hinausgekommen. Warum auch immer. Heute hätte ich große Lust, dieses Drama noch einmal zu lesen. Aber auf Deutsch. Denn immerhin ist es Shakespeare; eine sagenumwobene, historische fragwürdige, aber literarische bemerkenswerte Persönlichkeit!

Ein Buch, das alle anderen -außer mir vermutlich- gelesen hatten, war Alfred Döblins Berlin Alexanderplatz auch in der 12. Klasse. Ich habe hier schon an verschiedener Stelle von diesem Roman gesprochen. Deswegen erspare ich euch die Litanei. Ich habe meinen Lehrer damals sehr geschätzt, war er doch junggeblieben, kreativ, offen und gleichzeitig kritisch-gerecht. Daher waren meine Schuldgefühle auch ziemlich groß. Schließlich hat er mir Thomas Mann näher gebracht. Spätestens da war meine Liebe zur Literatur geweckt. Habt ihr mal Tod in Venedig gelesen und herausgefunden, was da alles drinsteckt? Also ich kann da nur ehrfürchtig werden.

Heute, älter und weiser, betrachte ich meine Schullektüre natürlich anders. Dank meiner 2 Jahre Grundschullehramt bilde ich mir zudem ein, die schwierige Entscheidung der Wahl der Schullektüre auch etwas besser würdigen zu können. Dass die nicht immer allen gefällt, liegt in der Natur der Dinge. Dass man in der Regel, jene Literatur nicht mag, die man in der Mittelstufe gebeten wird zu lesen, liegt gerne auch mal der rebellischen Pubertät. Heute verstehe ich, warum ich Immensee, Judenbuche, Als Hitler das rosa Kaninchen stahl oder auch Berlin Alexanderplatz und Schlafes Bruder lesen musste. Und nicht zu vergessen die vielen, viele Reclam-Heftchen. Sie alle haben mich geprägt, auf die ein oder andere Weise. Davon bin ich überzeugt.

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2 Kommentare:

Am/um 21. Juni 2013 um 12:04 , Blogger Ahnungslose Wissende meinte...

Hach ja, die Reclam-Heftchen...
Ich weiß noch als einer unserer Professoren erzählte, er habe mit dem Rauchen aufgehört und er würde uns dies sehr empfehlen, da man sich für den Preis einer Schachtel Zigaretten mindetsens ein gute Reclam-Heft kaufen könnte und da hätte der Geist eindeutig mehr von ;)

Liebe Grüße...

Ps.: Ich fand zu Berlin Alexanderplatz zu dem Zeitpunkt, wo wir es lesen mussten ehrlich gesagt nicht so gut, aber so im Nachhinein betrachtet, finde ich es gar nicht mehr schlecht und gerate fast in Versuchung, es nochmal zu lesen...

 
Am/um 21. Juni 2013 um 21:40 , Blogger Melissa meinte...

Das ist ja ein cooler Professor!!

Ich schätze Alfred Döblin als Schriftsteller. Seine Kurzgeschichten gefallen mir auch echt gut. Aber Berlin Alexanderplatz schafft mich. Künstlerisch und literaturwissenschaftlich kann ich es wertschätzen, aber lesen? Das geht irgendwie nicht...

 

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