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Klassiker-Reihe Teil 0.0

Eulenpost(s): Klassiker-Reihe Teil 0.0

Mittwoch, 2. November 2011

Klassiker-Reihe Teil 0.0

So. es geht los! Wie bereits angekündigt, beschäftige ich mich jetzt mal nach und nach mit dem Thema, was man gelesen haben sollte oder auch nicht.
Um einen Ansatzpunkt zu haben, nehme ich den Kanon deutscher Literatur von Marcel Reich-Ranicki und kommentiere, erweitere, kürzere, tausche aus...je nachdem, was sich ergibt. Auf jeden Fall hoffe ich auf ein wenig Diskussion mit euch. Denn natürlich ist meine Meinung nicht Gold, sondenr eben nur eine unter vielen. Wie ich euch ja schon erzählt habe, ist dieser Kanon zwar kritisiert, aber weitesgehend angenommen worden. Marcel Reich-Ranincki veröffentlichte seinen Kanon in mehreren Bänden, wovon der erste die Gattung des Romans umfasst. Anhand seiner Liste ließe sich vielleicht noch erörtern, was ein Roman eigentlich ist (Interesse?), nun aber erstmal die Liste:


  • Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werther (1774)
  • Johann Wolfgang Goethe: Die Wahlverwandtschaften (1809)
  • E. T. A. Hoffmann: Die Elixiere des Teufels (1815/16)
  • Gottfried Keller: Der grüne Heinrich (1854/55)
  • Theodor Fontane: Frau Jenny Treibel (1892)
  • Theodor Fontane: Effi Briest (1894/95)
  • Thomas Mann: Buddenbrooks (1901)
  • Heinrich Mann: Professor Unrat (1905)
  • Hermann Hesse: Unterm Rad (1906)
  • Robert Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törless (1906)
  • Franz Kafka: Der Prozess (1914/15)
  • Thomas Mann: Der Zauberberg (1924)
  • Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz (1929)
  • Joseph Roth: Radetzkymarsch (1932)
  • Anna Seghers: Das siebte Kreuz (1942)
  • Heimito von Doderer: Die Strudlhofstiege (1951)
  • Wolfgang Koeppen: Tauben im Gras (1951)
  • Günter Grass: Die Blechtrommel (1959)
  • Max Frisch: Montauk (1975)
  • Thomas Bernhard: Holzfällen (1984)
Die meisten Autoren sind euch zumindest vom namen her bestimmt ein Begriff. Auffällig ist allerdings, dass obwohl der Sammelband von Reich-Ranicki 2003 erschien, die Liste aber 1984 aufhörte. Da werde ich mal gucken, ob man die nicht erweitern müsste/könnte und mal recherchieren, ob es besondere Beweggründe von Marcel Reich-Ranicki gab, nur bis 1984 zu listen.
Zugegeben, die meisten Titel kenne ich vom Namen und einiges habe ich schon gelesen oder in der Hand gehabt. Das liegt garantiert an meinem Studium ;o) Aber ich bin gespannt auf die Titel, die ich noch nicht kenne!

Habt ihr einen Wunsch, womit ich zuerst anfangen soll?

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5 Kommentare:

Am/um 2. November 2011 um 14:18 , Blogger Lara meinte...

Die Leiden des jungen Werther und Unterm Rad hab ich sogar gelesen :) Hat mir beides gut gefallen, was ich vor allem bei Goethe nicht gedacht hätte.

Als Österreicherin würde ich jetzt noch Friedrich Torberg - Der Schüler Gerber und Franz Innerhofer - Schöne Tage in den Topf werfen. :) Der Schüler Gerber hat mir echt wahnsinnig gut gefallen, vor allem weil ich mit der Situation so gut identifzieren konnte. Sollte man aber schon mit 17/18 lesen, wenn die Reifeprüfung ein wichtiges Thema ist. Als Student wird man sich wohl nicht mehr so richtig reinfühlen können.
Schöne Tage hat mir beim lesen gar nicht gefallen, aber im nachhinein umso mehr. Als ich fertig war, dachte ich nur "wow", aber nocheinmal lesen würd ichs nicht.

Kafka, Thomas Bernhard und E.T.A. Hoffmann stehen auch noch auf meiner Will-ich-lesen Liste :)

LG

 
Am/um 2. November 2011 um 19:34 , Blogger Eule meinte...

Findest du, dass man Torberg und Innerhofer gelesen haben sollte? Sind das Romane, die irgendwie allgemein gültig sind oder besonderes Kulturgut sind? (wenn man das sagen kann) Oder ist es "nur" gut Literatur, für eine bestimmte Lebensphase oder ein bestimmtes Alter?
Und wie siehst du das mit Goethe?
So viele Frage... ;o)

 
Am/um 2. November 2011 um 22:25 , Blogger ania meinte...

voll toll, dass du das machst. ich liebe hesse und kafka!


anialoves

 
Am/um 3. November 2011 um 14:55 , Blogger christerl meinte...

Goethe, Hoffmann, Keller, Fontane, Mann und Mann, Hesse, Musil, Kafka, Döblin, Roth, Grass, Frisch und, wenn ich mich nicht irre, auch Bernhard habe ich alle schon gelesen, zu einem guten Teil auch die oben angeführten Romane.
Mich überrascht zum Beispiel, dass "Radetzkymarsch" auch angeführt ist. Ja, der Roman beschreibt einen einschneidenden Umbruch der österreichischen Geschichte, aber so toll, dass er in einer Liste mit Werther stehen dürfte, fand ich ihn auch wieder nicht.
Werther, Effi Briest und Die Verwirrungen des Zöglings Törless fand ich gut, aber Der Prozeß war meiner Meinung nach grauenhaft. Ich mag Kafka nicht.

Liebe Grüße
http://bellezzalibri.blogspot.com/

 
Am/um 6. Dezember 2011 um 22:18 , Anonymous Anajana meinte...

Bin gerade erst auf deinen Blog gestoßen. Sehr lesenswert. Ich habe nicht Germanistik oder Literatur studiert, bin aber eine leidenschaftliche Leserin.
Einen Teil der o. g. Bücher habe ich gelesen (Wahlverwandschaften, Effi Briest, Jenny Treibel, Blechtrommel, der Prozess, Buddenbrooks). Im Zauberberg bin ich auf Seite 100 steckengeblieben, den habe ich erstmal beiseite gelegt.

Es gibt einfach so schrecklich viele gute Bücher, aber eben nicht nur in Deutschland, so dass ich alles quer durch den Garten lese (Murakami, Garcia Marquez, ...).

Mich würde eine Aktualisierung des deutschen Kanons auf jeden Fall interessieren.

Und jetzt werd ich mich erstmal weiter durch deinen Blog lesen. :-)

 

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