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Raubzug durch die Buchhandlung

Eulenpost(s): Raubzug durch die Buchhandlung

Sonntag, 9. Oktober 2011

Raubzug durch die Buchhandlung

Heute habe ich es endlich mal geschafft, einen Büchergutschein, den ich von meinen lieben Arbeitskollegen zum Geburtstag bekomme hatte, in der Buchhandlung einzulösen. Also strich ich wie eine Raubkatze durch die verschiedenen Wände mit "Spiegel-Bestseller" und "Neuheiten".... und was völlig überfordert. Wiedermal konnte ich meinen Freund gut verstehen, der gerne im Internet einkauft, weil er dort gleich Rezensionen von Leser/Zuschauern oder schlicht Nutzern lesen kann. Denn es ist ja allgemein bekannt, dass so Klappentexte den potentiellen Leser zum Kauf locken sollen und nicht zwangsläufig informativ oder gar objektiv sind.

So verbrachte ich notgedrungen sehr viel Zeit in der Buchhandlung, was ich nicht unbedingt schlimm finde ;o)... Ich las Klappentexte und, wenn mich etwas ansprach, schlug ich wahllos Seiten auf (bei Taschenbüchern aufpassen, dass man die nicht vorknickt...) und begann zu lesen. Als Germanistin bin ich leider ziemlich zickig, was die Sprache eines Romans betrifft. Es gibt für mich nichts Schlimmeres als zu umgangssprachlich oder gar zu hochtrabend geschriebene Werke. Ich will mich schließlich entspannen beim Lesen und nicht ständig über irgendwelche Satzkonstruktionen stolpern.

Okay, ich hör euch schon laut stöhnen und fragen: "Was hast du dir denn nun gekauft?" Nachdem ich reflexartig vier Krimis in der Hand hatte und diese wieder weglegte (Krimis lese ich wegen meiner Masterarbeit ja nun wirklich genug!), entschied ich mich für Folgendes:



Beide Bücher sind im Heyne Verlag erschienen und letzteres ist, wie unschwer zu erkennen, auf der Spiegel-Bestseller-Liste. Die Einsamkeit der Primzahlen von Paolo Giordano ist sogar schon als Film erschienen (lief bei uns aber nur in den kleinen Kinos), woran ich mich erinnern konnte, weil ich überlegt hatte, reinzugehen. Stattdessen habe ich nun seinem Original ein Zuhause gegeben...
Inhalt (laut Klappentext): Der große Roman einer unvollendeten Liebe. EineEinziger Tag in ihrer Kindheit hat über ihr Schicksal entschieden. An diesem Tag verlor Alice das Vertrauen in ihren Vater und ihre Lebenslust. Mattia hingegen verlor mit sechs Jahren seine Schwester, als er sie ein einziges Mal aus den Augen ließ. Jahre später lernen sich Mattia und Alice kennen und sie scheinen füreinander bestimmt zu sein. Dich das Leben legt ihnen Hidnernisse in den Weg.

Erster Eindruck: Ich habe noch nicht angefangen zu lesen, aber warum ich das Buch mitnahm? Es verspricht eine etwas andere Liebesgeschichte zu sein, mit leisen melancholischen, anrührenden Klängen. Die Frankfurter Allgemeine schreibt dazu: "Ein ebenso berührendes wie subtiles Drama." Ich hoffe, es ist sowas zwischen Nicolas Sparks (zu dramatisch) und den vielen Liebesromanen auf dem Markt, die mir zu oberflächlich und belanglos erscheinen. Ich werde berichten...

Beim zweiten Buch Zwei an einem Tag von David Nicholls tat mich schwer zu entscheiden. Ich hatte das Buch gefühlte fünf Mal in der Hand, legte es weg und kaufte es schließlich doch.
Der Klappentext sagt: "Gerade stelle ich mir dich mit 40 vor!" Es ist der 15. Juli 1988 und Emma und Dexter, beide zwanzig, haben sich gerade bei der Abschlussfeier kennengelernt und die Nacht zusammen durchgemacht. Am nächsten Morgen gehen beide ihrer Wege. Wo werden sie an genau diesem Tag ein Jahr später stehen? Und wo in den zwanzig darauffolgenden Jahren? Werden sich die beiden, die einander niemals vergessen können, weiterhin immer gerade knapp verpassen?

Erster Eindruck: Ich fand den Klappentext relativ Nichts aussagend, weswegen ich das Buch auch mehrmals wieder weglegte. Beim Durchblättern konnte ich nur wörtliche Rede sehen, was ich spontan als anstrengend und zugleich langweilig empfand (wenn nur geredet wird, wo bleibt da die Handlung?). Dann las ich, dass Nick Hornby einen Kommentar auf dem Klappentext hinterließ. Gut, wir alle wissen, dass er das ("Fesselnd, klug und wunderbar zu lesen:") vermutlich nie so gesagt hat, wenn er das Buch denn überhaupt vollständig gelesen hat. Aber die Marketingstrategie hat bei mir funktioniert: ich dachte mir, wenn Nick Hornby zitiert wird, dann soll David Nicholls wohl mit ihm vergleichbar sein können. Und da ich die Nick Hornby-Romane fast alle gerne gelesen habe, nahm ich den Roman doch mit. Ein weiterer Pluspunkt war der Inhaltstext auf der zweiten oder dritten Seite. Achtet mal darauf! Viele Taschenbücher haben innen nochmal so eine Art Inhaltsangabe, die oftmals viel genauer wiedergibt, worum es in dem Buch geht, als der Klappentext. So erfuhr ich, dass der Autor in einem Zeitraum von 20 Jahren immer den 15.Juli, den Tag des ersten Kennenlernens der beiden Protagonisten, erzählt und schildert, wie die beiden diesen Tag erleben. Dieses Konzept fand ich spannend. Auch hier werde ich berichten...

P.S.: wie es der Zufall so wollte, hat mir mein Vater nachträglich zum Namenstag heute einen Büchergutschein geschenkt. Einem nächsten Raubzug steht also nichts im Wege...

Habt ihr auch erst kürzlich neue Bücher gekauft? Was könnt ihr empfehlen?

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2 Kommentare:

Am/um 9. Oktober 2011 um 14:58 , Blogger Lara meinte...

Die Einsamkeit der Primzahlen hört sich interessant an, aber bei Liebesgeschichten bin ich immer sehr skeptisch. Meistens sind mir doch zu flach und kitschig. :/
Abbitte war eine tolle Liebesgeschichte. Hast du das gelesen oder den Film gesehen?

Liebe Grüße :)

 
Am/um 9. Oktober 2011 um 16:32 , Blogger Eule meinte...

Abbitte habe ich nicht gesehen (ich mag Keira Kneightly nicht so gerne) und gelesen hab ich es auch nicht.
Ich bin bei Liebesgeschichten auch eher skeptisch, aber irgendwie klang "Primzahlen" mal nach was anderem.

 

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