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Eulenpost(s)

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Donnerstag, 27. November 2014

[Im Kino] Interstellar

Am Wochenende war ich mal wieder seit einer halben Ewigkeit im Kino. Wie es mir gefallen hat, könnt ihr heute hier lesen.

INHALT Die Erde wird von starken Sandstürmen heimgesucht und so langsam gehen den Farmern die Pflanzen ein. Für die Wissenschaftler steht fest: wenn die Menschen auf der Erde bleiben, werden sie das nicht überleben. Die NASA hat im Geheimen geforscht und drei mögliche Planeten in einer anderen Galaxie gefunden, die der Erde ähnlich sind und dem Menschen eine neue Heimat sein könnten. Cooper (Matthew McConaughey) und drei Wissenschaftler (darunter Anne Hathaway) machen sich auf die gefährliche Reise zu den fremden Sternen…

MEINE MEINUNG Der Film geht 2 Stunden und 20 Minuten. In manchen Kinos gibt es wohl eine Pause, bei uns war dies nicht so. Nach der Vorstellung war ich überrascht, dass ich die Pause auch nicht gebraucht habe und nicht einmal auf die Uhr gesehen hatte, um zu wissen, wie lange der Streifen noch geht. Ein gutes Zeichen.

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Freitag, 8. März 2013

[Im Kino] Les Misérables

Ich war diese Woche ganz spontan mit zwei lieben Arbeitskolleginnen im Kino. (So spontan, dass wir es eine Woche vorher geplant haben…) Wir haben uns diesen Film angesehen:

MEINE ERWARTUNGEN Hab ich hier schon einmal von meiner Schwäche für Musicals erzählt? Ich liebe sie seit meiner Kindheit. Den Grundstein haben meine Eltern gelegt, denn sie sind früher einmal im Jahr mit uns entweder in ein großes Theater oder Musical gegangen. So habe ich die Großen schon auf der Bühne gesehen. Leider nie Les Misérables. Wobei es von der Thematik her auch nichts für Kinder ist…
Der Film hat sehr viele Oscar Nominierungen bekommen. Anne Hathaway hat schließlich den Oscar als Beste Nebendarstellerin bekommen. Wer die Verleihung angesehen hat, der weiß, dass auch ein Song aus dem Film auf der Bühne präsentiert wurde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt stand dann fest, dass ich ganz schnell in diesen Film gehen musste. Denn: ich liebe Musicals!
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Dienstag, 8. November 2011

[Im Kino] Zwei an einem Tag

Hallo, ihr Lieben!
Gerade erst nach Hause gekommen, frisch im Kino gewesen, möchte ich euch meine Eindrücke zum Bestseller Zwei an einem Tag mitteilen!
Ich habe mir den Streifen im OmU angeguckt. Mein Lieblings-Independentkino bietet dies manchmal, leider viel zu selten, aber zur besten Sendezeit an. Also nutzte ich doch die Gelegenheit!

Worum es in dem Film geht, muss ich ja zum Glück nicht beschreiben, deswegen gehts gleich über zum ersten Zuschauereindruck: Der Vorspann erinnert an die alten schönen Filme aus den goldenen 20er oder 30er Jahre: Die Schauspielernamen werden kursiv eingeblendet, unendlich alte, kitschige Filmmusik und wunderschöne Panoramaaufnahmen. Das fand ich im ersten Moment etwas befremdlich, dann doch sehr amüsant. Eine nette Idee! Schließlich beginnt der Film dramaturgisch mit einem Vorgriff; wir sehen Emma auf dem Fahrrad durch das London aus dem Jahre 2006 fahren, dann dreht die Uhr langsam zurück.... danach hält sich der Film vor allem an die (wenigen) Treffen zwischen Emma und Dexter, wie sie im Roman zu finden sind. Hinzugefügt werden allerdings vor allem in den ersten 15 Jahren auch indirekte Treffen (Telefonate in der Hauptsache). Hier wird der aufmerksame Zuschauer schon einige Veränderungen zum Roman feststellen. Sie sind aber so geringfügig, dass es nicht auffällt, wenn man den Roman schon vor einiger Zeit gelesen hat.
Emma und Dexter werden eingeführt, die Filmmusik unterstreicht schön, ansonsten lenkt nichts von der Beziehung de rbeiden unnötig ab. Da hat sich Regisseurin Lone Scherfig (führte auch Regie in Italienisch für Anfänger) wirklich Gedanken gemacht.
Mein erster Eindruck war also durchaus positiv wohlwollend. Mein Blick ist natürlich getrübt durch den Roman, ich wußte also, was alles passieren würde, deswegen fragte ich mich manchmal, ob der unbelesene Zuschauer gut in die Materie eingeführt wird und ob der Film im Gesamten verständlich ist. (Kann mir da einer weiterhelfen?)

Kritik? Kritik ist ja, besonders bei Filmen, vor allem Geschmackssache. Aber da ich nun den Roman gelesen habe, habe ich beide Kunstwerke natürlich miteinander verglichen. Wie ich euch schon berichtete, hat David Nicholls am Drehbuch mitgeschrieben. Also hat er alle Änderungen abgesegnet. Positiv hervorheben möchte ich, dass es sehr wenige Veränderungen gibt. Auf ein paar möchte ich aber mal näher eingehen, da diese mich doch zum Nachdenken angeregt haben:
Nummer 1 Wenn Dexter Emma in Paris besucht, eröffnet diese ihm, dass sie in Paris jemanden kennengelernt hat. Ohne viel vorwegzunehmen (falls jemand die Story nicht kennt), dieser Paris-Trip ist ein sehr wichtiger Wendepunkt in der Beziehung von Dex und Em. Der Pariser Freund tritt im Roman aber niemals in Erscheinung, da er nicht wirklich von Bedeutung ist. Wichtig ist nur, und das erkennt Dexter auch, dass es Emma sehr gut geht und sie alles im Leben erreicht, was sie (beruflich) erreichen wollte. Dexter dagegen nicht. Er erlebt einen Tiefpunkt seines Lebens und sehnt sich nach Emma. Dexter fordert Emma auf, es mit ihm zu versuchen, eine gemeinsame Beziehung zu führen. Im Film ist Emmas Entscheidungsfindung, wir wollen es mal so ausdrücken, anders dargestellt als im Roman. Unter anderem tritt der Pariser Freund kurz in Erscheinung. Ich habe mich sofort daran gestoßen und musste auf dem Heimweg darüber nachdenken, warum. Ich schätze, es liegt daran, dass in meinen Augen Emmas Charakter durch diese kleine Änderung eine andere Gewichtung bekommt. Das ist natürlich gewagt, wenn es um eine so wichtige Entscheidung in ihrem Leben geht. Im Film erschien sie mir unabhängiger von Dexter, als es im Roman den Anschein hatte. Das widerspricht aber meinem Gesamteindruck vom Film, worauf ich im nächsten Punkt noch einmal zu sprechen komme. Wie habt ihr das Erscheinen des Pariser Freundes gewertet?
Nummer 2 Dexter hat eine Tochter namens Jasmine. Im Roman verstehen sich Emma und Jasmine außerordentlich gut. So gut, dass die Mutter sogar neidisch wird. Im Film spielt die Beziehung zwischen Emma und Jasmine gar keine Rolle. Das wurde für mich vor allem am Schluss des Romans schwierig: Wenn Dexter am Ende der Geschichte seinen absoluten Tiefpunkt im Leben hat, verhält sich Jasmine (im Film deutlich älter als im Roman?) sehr distanziert und abweisend gegenüber ihrem Vater. Auch bei ihrem letzten Gespräch zwischen Vater und Tochter bleibt diese Distanz erhalten, mehr noch, Jasmine rückt mit ihrer Aussage, dass ihre Mutter ihre beste Freundin sei (Dexter sagte, dass Jasmine seine beste Freundin ist), noch weiter von ihrem Vater ab. Vielleicht bewerte ich das über, aber ich fand, dass die Beziehung zwischen Emma und Dexter dadurch noch mehr von der Aussenwelt abgekapselt wurde, weil eben Jasmine so gar keine Bindung an Emma zu haben scheint.
Nummer 3 Wie im Buch greift der Film auch am Schluss noch einmal die erste Nacht von Em und Dex auf. Im Buch will Dexter am ersten gemeinsamen Morgen gehen, überlegt es sich anders und tut so, als riefe er seine Eltern an, um das gemeinsame Treffen zu verschieben. Im Film fehlt dieser Moment. Ich fand das bemerkenswert, da diese kleine Handlung Dexters Interesse an Emma zum Ausdruck brachte. Dadurch das dies fehlte im Film, wirkte Emma viel emotionaler in dieser ersten gemeinsamen Nacht/Morgen. Das konnte auch die letzte Szene im Film, wenn Dexter nach ihrer Telefonnummer fragt, nicht ändern, da Emma es übertreibt und ihm alle Kontaktdaten geben will, die sie hat (auch die Faxnummer des Büros ihres Vaters).

Das sind die drei Stellen, die mir am meisten Kopfzerbrechen bereiten. Ich werde da sicherlich noch ein wenig darüber nachdenken, aber vermutlich nicht zu einem befriedigenden Ergebnis kommen. Deswegen liebe ich DVDs so sehr, die ein Behind the Scenes oder Making of haben. Da werde solche Konzeptionsfragen häufig geklärt.

Fazit: Der Film hat mir sehr gut gefallen. Ich weiß nicht, wie der Eindruck eines unbelesenen Zuschauers ist, aber wer den Roman gelesen hat, wird hier eine schöne bebilderte Geschichte vorfinden. Ich bin großer Fan von Anne Hathaway: Sie spielt Emma großartig (der Yorkshire-Akzent ist genial!). Sie schafft es, den unausgesprochenen Gedanken ein Gesicht und eine Geste zu geben. Ihr Gegenspieler Jim Sturgess ist in Hollywood ein noch unbeschriebenes Blatt, was man kritisch betrachtet auch manchmal an den eindimensionalen Darstellungen bemerken könnte, allerdings passt es sehr gut zu Dexters Figur und so wirkt er auch sehr glaubhaft. Erwähnen möchte ich noch die grandiose Patricia Clarkson, die Dexters Mutter Alison spielt. Eine wunderbare Schauspielerin, genauso hab ich mir die Mutter vorgestellt!
Ich kann den Film also guten Gewissens empfehlen. Aber tut euren Männern einen Gefallen und geht mit euren Mädels rein! Und wenn ihr könnt/mögt, ins Original! Eine schöne Liebeskomödie/tragödie, die allerdings ohne Anne Hathaway und der vielen Werbung sicherlich nur die Leser(innen) des Romans lockt.



Mich würde nun eure Meinung interessieren: Wie hat euch der Film gefallen? Besser oder schlechter als der Roman oder sind beide gleich gut?

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