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[Gelesen] Ben Aaronovitch - Die Flüsse von London

Eulenpost(s): [Gelesen] Ben Aaronovitch - Die Flüsse von London

Montag, 6. Februar 2012

[Gelesen] Ben Aaronovitch - Die Flüsse von London

Was ich von diesem Buch halte, ist dem aufmerksamen Leser vermutlich nicht entgangen. Dennoch möchte ich meine Eindrücke hier noch einmal kompakt vorstellen.





Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Seiten: 478
Preis: 9,99 Euro
Genre: Krimi, Fantasy, Humor












Klappentext: Peter Grant ist frischgebackener Police Constable, als man ihm einen unerwarteten Karrierevorschlag macht: Er soll Zauberlehrling werden, der erste in England seit fünfzig Jahren. Jetzt muss er sich mit einem Nest von Vampiren in Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin aushandeln, Leichen in Covent Garden ausgraben... Alles ziemlich anstrengend. Und der Papierkram!

Inhalt: Peter Grant hat so eben die Polizeischule beendet und möchte am liebsten ins Morddezernat. Allerdings wird ihm erst eine Anstellung als Schreiberling angeboten. Doch diesem trüben Schicksal kann er entkommen, als er bei einer Nachtwache von einem Geist besucht wird, der behauptet einen mysteriösen Mord beobachtet zu haben. Damit weckt Peter die Aufmerksamkeit des Inspector Nightingale, der ihn zum Zauberlehrling ausbilden will. Während dieser Ausbildung geschehen noch weitere mysteriöse Morde, aber alle nach dem gleichen Muster. Ob der nächtliche Besucher auch da mehr Informationen hat?
Bei seiner Suche nach dem Zeugen-Geist, der Auflösung des Falles begegnet Peter Wesen, an deren Existenz er nie geglaubt hat: Geister, Vampire und Flussgötter haben alle magische Kräfte, die Peter mühsam erlernen muss. Bis sein Chef Nightingale selbst Opfer eines Angriffes wird und Peter ganz auf sich gestellt, die vielen Morde aufklären muss, die Themsegötter versöhnen soll und nebenbei ein paar Leben zu retten hat. Dass er dabei seinen Humor nicht verliert, ist schon fast ein Wunder.
Erster Leseeindruck: Das Buch wird als eine Art "Harry Potter bei der Polizei" beworben. Und tatsächlich scheint zumindest der Anfang so ähnlich wie bei Harry Potter zu sein: auch Peter Grant weiß nichts von der Parallelwelt und ist ein absoluter Anfänger in Sachen Zaubern. Optisch ist er auch ein Aussenseiter, wenngleich dies nicht zu häufig zur Sprache kommt. Anders als Harry Potter ist aber der Humor und der hat bei Lesen besodners viel Spaß gemacht.

Fazit: Insgesamt ist diese Reihe tatsächlich mehr Krimi als Fantasy. Zwar tauchen Flussgötter, Vampire und andere magische Wesen auf, aber dies erscheint in diesem Roman sehr natürlich und nicht fantastisch: Wie bei Harry Potter sehen die magischen Wesen nämlich meistens sehr Muggel-ähnlich aus und gehen mit ihren Kräften nicht hausieren. Peter Grant wundert sich aber nur zu Beginn über diese Wesen, dann akzeptiert er dies und wird immer wissbegieriger. Und das ist sehr interessant, denn Peter erzählt dem Leser, was er Neues gelernt hat, so dass der Leser historische Ereignisse magisch wiedererzählt bekommt. Ich finde, dass ist eine tolle Idee des Autors! Spannend sind auch die Krimifälle, denn Ben Aaronovitch gelingt es viel Spannung aufzubauen, bis die Lösung am Schluss einigermaßen verzwickt aufgeschlüsselt wird. Dazu musste Peter Grant eine Zeitreise machen, neue magische Formeln lernen und vor allem historisch um die Ecke denken. Gewürzt wird die Geschichte mit einer hübschen Prise britisch-schwarzem Humor. Der nimmt im Laufe des Romans zwar etwas ab, was ganz gut so ist, weil sonst die Ernsthaftigkeit etwas verloren gehen würde.
Kritische Stimmen sagen, dass der Autor abgekupfert habe und nichts Neues erzählt. Ich finde nicht, dass es stimmt, da die Mischung aus Humor, Magie und Krimi mir so noch nicht vor die Augen gekommen ist. Auch das Spiel zwischen altem und neuem London, Moderne und Historie, ist sehr gut gelungen. Der Autor scheint sich mehr Gedanken darüber gemacht zu haben, als schlicht einen Harry in den Polizeistab einzuführen. Dafür sind die Handlungsstränge zu verzweigt und die Hintergründe zu den Figuren zu tief angelegt (was ich sehr lobenswert finde!).
Insgesamt war der Roman erfrischend, leicht zu lesen und trotzdem spannend. Ich kann ihn absolut empfehlen und freue mich schon auf den zweiten Teil!

Für Fans von: Harry Potter, Raymond Chandler, James Bond und humorvollen Krimis


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2 Kommentare:

Am/um 7. Februar 2012 um 16:35 , Blogger christerl meinte...

Vielen dank fürs vorstellen, das klingt wirklich toll! Zum Glück hab ich noch einige buchergutscheine :)

 
Am/um 6. April 2012 um 21:22 , Blogger Maegwin meinte...

Hab es auch gelesen, die Idee fand ich toll, klar ist einiges abgekupfert, aber gerade das deja-vu fand ich toll. Aber ab der zweiten Hälfte fand ich, dass sich das Buch etwas hinzog. Zum Schluss wurden die Handlungen toll miteinander verknüpft, nur leider dauerte es mir etwas zu lange. Aber werde die Reihe auf jeden Fall weiter kaufen, die Idee fand ich super!

 

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