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[Gelesen] Nicolas Barreau-Das Lächeln der Frauen

Eulenpost(s): [Gelesen] Nicolas Barreau-Das Lächeln der Frauen

Samstag, 17. November 2012

[Gelesen] Nicolas Barreau-Das Lächeln der Frauen

Dieses Buch habe ich mir aus reiner Neugierde sehr günstig via Tauschticket geholt. Ich hatte schon so viel Gutes über Barreau gehört, da wollte ich mir selbst ein Bild von machen.


Verlag: Piper Verlag
Seiten: 324
Preis: ca. 10 Euro

Genre: Liebe


KLAPPENTEXT Die Restaurantbesitzerin Aurélie hat Liebeskummer: Von einem Tag auf den anderen wurde sie von ihrem Freund verlassen. Unglücklich streift sie durch Paris und stößt in einer Buchhandlung auf einen Roman, der gleich in den ersten Sätzen nicht nur ihr Lokal, sondern auch sie selbst beschreibt. Natürlich möchte Aurélie den Autor kennenlernen, doch der ist leider sehr menschenscheu, erzählt der Lektor des französischen Verlags. Aber Aurélie gibt nicht auf…
MEINE ERWARTUNGEN Wie schon erwähnt, habe ich sehr viel über den Autor gehört. Einmal wurde er sogar als ein Nicholas Sparks mit Happy End bezeichnet. Dementsprechend erwartete ich eine berührende, romantische Geschichte, die leicht zu lesen und gut unterhält.
MEINE EINDRÜCKE Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Da ist zum einen Aurélie, die gerade auf eine sehr uncharmante Weise von ihrem Freund verlassen wurde, und da ist André, Cheflektor des französischen Verlages, in dem dieses besondere Buch erschienen ist, das Aurélie aus ihrem Liebeskummer herausgeholt hat.
Eigentlich soll wohl Aurélie die Hauptfigur sein. Sie wirkt wie die tragische Heldin, vom Schicksal gebeutelt versucht sie sich nun im Leben und der Liebe wieder zurechtzufinden. Durch einen wunderbaren Zufall entdeckt sie ein Buch eines amerikanischen Schriftstellers, das ihr neue Hoffnung schenkt und die Liebe in ihr wieder erblühen lässt. Viel mehr Emotionen kommen bei mir von ihr aber auch nicht an. Sie wirkt durchweg recht unselbstständig und lässt sich leicht beeinflussen. Sie nimmt die Fäden nicht in die Hand, sondern lässt sich vom Schicksal tragen. Diese Passivität verleiht ihr in meinen Augen Naivität, die durch ihre sehr starke beste Freundin Bernadette noch betont wird.
Ganz anders ist das der Cheflektor André. Wenngleich dem Leser erst nach drei Kapiteln die wirkliche Rolle des Cheflektors begreiflich wird, so wirkt diese Figur von Anfang an willensstärker und selbstbewusster. Aber leider nicht sympathischer. Die Aktionen, die dieser Mann plant und durchzieht, sind sehr egoistisch und zum Teil auch rücksichtslos. Er verfolgt sein Ziel wirklich sehr konsequent, beachtet aber dabei nicht wirklich die Gefühle seiner Mitmenschen. Trotzdem fühlte ich mich André irgendwie näher als Aurélie. Nicht, dass ich seine Emotionen geteilt habe. Aber sie waren insgesamt vielschichtiger als jene von Aurélie. Deshalb ist der Cheflektor auch für mich die zentrale Figur in dem Roman.
Die Handlung ist schon nach wenigen Kapiteln relativ vorhersehbar, aber die kleinen Wendungen zwischendrin waren jedoch unterhaltsam. Umso enttäuschender, dass der Schluss des Romans so simpel ausfällt. Ich fühlte mich ein klein wenig an Rosamunde Pilcher erinnert, wo sich am Ende auch immer recht schnell alles in Wohlgefallen auflöst.
Am meisten habe ich mich allerdings am Schreibstil gestört. Er ist zwar leicht zu lesen und hat auch keinen komplizierten Satzbau oder dergleichen. Aber er ist durchzogen von französischen und später auch amerikanischen Floskeln. Ich kann kein Französisch, so dass mein Lesefluss gestört wurde. Zudem habe ich mir gedacht: "Ich weiß, dass der Roman in Paris spielt. Aber man muss Franzosen doch nicht diese Phrasen in den Mund legen. Ich weiß auch so, dass es ein Franzose ist." Vermutlich liegt es an der Übersetzung. Ich habe das schon öfters bei Romanen von französischen Autoren gesehen. Ich finde das sehr schade, da es in meinen Augen überflüssig ist. So schafft man für mich keine romantische oder französische Atmosphäre. Und die Vorstellung, dass die Figuren ihre Sätze immer zweimal sagen (was ja der Fall ist, wenn das Fremdländische nochmal übersetzt wird), ist eher tragikomisch.
FAZIT Anhand dieses Romans kann ich die Begeisterungsstürme um Nicolas Barreau leider nicht nachvollziehen. Die Geschichte ist nett, aber nicht außergewöhnlich gut. Stattdessen sind mir die Hauptcharaktere unsympathisch und die Handlung recht schnell vorhersehbar. Für mich ist Barreau kein Nicolas Sparks mit Happy End, denn Barreaus Geschichte bleiben für mich oberflächlich. Wer aber eine leichte Unterhaltungslektüre für Zwischendurch sucht, der kann guten Gewissens hier zugreifen!

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2 Kommentare:

Am/um 19. November 2012 um 14:13 , Blogger Sabine meinte...

Hallo Melissa,

nachdem ich dieses Buch selbst noch lesen möchte, hab ich mir nur dein Fazit angesehen und bin gespannt, wie es mir gefallen wird.

LG
Sabine

 
Am/um 27. November 2012 um 10:33 , Blogger Melissa meinte...

Ich würde mich freuen, wenn du mir erzählst, wie es dir gefallen hat!
Viel Spaß beim Lesen!

 

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